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Ettlingen feiert Vor Drucken E-Mail

Vor? ist ein Akronym aus Anfangsbuchstaben eines bürgerlichen Namens, der mit Volker beginnt. Vor? klingt daher wie Faur?. Der international anerkannte Bildhauer und Installationskünstler stammt aus Karlsruhe, wo er auch studiert hat, und ist inzwischen in Ettlingen verwurzelt. Im Jahre seines siebzigsten Geburtstages widmet die Kreisstadt an der Alb ihrem Bürger eine große Retrospektive, die am 3. 11. im Rittersaal des Schlosses mit einer feierlich gestalteten Vernissage eröffnet wurde. Ein Vanitas-Topos aus einer Ode von Andreas Gryphius, ?die Schönheit ist wie Schnee?, steht als Programmtitel über den gezeigten Zeichnungen, Skulpturen und Installationen. Schönheit ist vergänglich, sie liegt aber auch im Auge des Betrachters. Vor? bemüht sich kaum um vordergründige Gefälligkeit. Die Vergänglichkeit ist seinen Schöpfungen von Anfang an anzusehen. Es fragt sich allenfalls, ob die Arbeiten schon dem Verfall ausgesetzt sind, oder ob sie sich noch in einer frühen Bauphase befinden. Fertig ? im Alltagssinn des Wortes ? erscheinen sie nicht. Der Betrachter sieht materialisierte Gedankensplitter, die er selbst zusammensetzen muss. Dabei kann er sie mit vielfältigen historischen, gesellschaftspolitischen oder kunsttheoretischen Bedeutungen aufladen ? bis hin zu Anspielungen auf die Baustellen in den Heimatstädten des Künstlers. Vor? verbindet als Grenzgänger weit auseinanderliegende Welten. In Ettlingen kann er an antike und barocke Traditionen anknüpfen. Natürlich ist sein Schaffen vor allem den Impulsen seiner Zeit verpflichtet. Doch die Liebe zum Fragment findet sich auch in der Romantik und wenn Installationen an einen ästhetisch organisierten Riesenspielplatz erinnern, dann ist Dada nicht weit. Vor?s enge Bindung an sein Arbeitsmaterial zeigt sich auch in den zahlreichen eigenständigen Zeichnungen, die keineswegs als Skizzen oder Entwürfe zu seinen plastischen Arbeiten zu verstehen sind. Die Ausstellung im Museum Ettlingen (Öffnungszeit: Mittwoch - Sonntag 11 - 18 Uhr) ist bis zum 8. Januar 2012 zu sehen. Vor?s Römerbrunnen bei der Martinskirche und sein ?Phoenix? in Neuwiesenreben werden das Stadtbild jedoch auch danach mitgestalten. (F. Kohlenberger)

BU: Performance in der Installation "Die Schönheit ist wie Schnee" (2011) mit Patricia Wolf & Dancers, Installation Werktisch 2011
BN: F. Kohlenberger

Nr.108/2011

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