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Home arrow Rund um die Kunst arrow Ateliereinblick 2012 ? Simon Czapla
Ateliereinblick 2012 ? Simon Czapla Drucken E-Mail
Das Foyer des EnBw-Gebäudes in der Durlacher Allee gibt bis zum 6. Juli einen Einblick in die Arbeit des 1983 in Konstanz geborenen Malers Simon Czapla, der 2011 in Freiburg als Meisterschüler von Leni Hoffmann sein Kunststudium abschloss. Bei der ersten Annäherung an die Bilder des jungen Künstlers glaubt man viel Bekanntes zu entdecken. Kompositionselemente, Themen und Posen scheinen der Kunstgeschichte entnommen, und wenn Watteau und dergleichen lasierend mit Acryl auf Baumwolle gemalt hätten, wäre wohl technisch vergleichbare Malerei entstanden. Nur die Frauenporträts wirken etwas flach, als hätten Popart oder Werbefotos ihre Spuren hinterlassen. Aber die Verfremdung traditioneller Themen durch absurde Details, Anachronismen und Aktualisierung überrascht uns inzwischen kaum mehr. Jedenfalls kann niemand länger behaupten, die jungen Künstler müssten sich an den Akademien ihr ursprüngliches Talent abtrainieren. Czapla beherrscht sein Handwerk und stellt sein Können in den Dienst von Witz und Ironie. Eselsköpfe wie aus dem ?Sommernachtstraum? öffnen den Weg zum fabelhaften Rollentausch zwischen Mensch und Tier. So ist der ?King of Kongo? ein Gorilla in Paraderüstung, auf dessen Schultern kein Äffchen, sondern ein angeseiltes nacktes weißes Männchen mit Allongeperücke sitzt. Der Betrachter mag sich dazu aufgerufen fühlen, eine politisch mehr oder weniger korrekte Deutung solcher Kompositionen zu suchen. Vielleicht sollte er sich aber einfach mit dem Maler an dessen virtuosem Umgang mit Konventionen amüsieren. Tut er dies lange genug, dann wird er hinter all den vertrauten Zitaten ein gerüttelt Maß an kreativer Phantasie erkennen.
Die Ausstellung in der Durlacher Allee 93 ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
(F. Kohlenberger)
 
Nr. 114/2012
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