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?D?j?-vu? Die Kunst der Wiederholung von D?rer bis YouTube? Drucken E-Mail

 

Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

Ohne Nachahmung wäre der Homo sapiens und seine Kultur und Zivilisation nicht denkbar, allerdings auch nicht ohne deren Überschreiten und das Wagnis des kreativen Neuschaffens. Je nach Kultur und Epochen wurden und werden diese beiden Anteile gesellschaftlich unterschiedlich gesehen und beurteilt. Mit ihrer aktuellen Ausstellung ?D?j?-vu?? setzt sich die Kunsthalle Karlsruhe mit dem Phänomen des Kopierens und Reproduzierens im Bereich der Kunst auseinander. Präsentiert wird dabei eine Art Längsschnitt durch siebenhundert Jahre vorwiegend europäischer Praxis des Umgangs mit Original und Kopie. Eine Art visuelle Langzeitstudie also, die sowohl Kontinuitäten als auch Veränderungen im Umgang und der Handhabung von Künstlern selbst, als auch des gesellschaftlichen Umfelds mit der Materie deutlich werden lässt. Copy und paste ist also keine Erscheinung unserer Tage, sondern eine Frage, die seit der Renaissance und der frühen Neuzeit mit ihrer Entdeckung der individuellen Künstlerpersönlichkeit auf der Tagesordnung steht. Exemplarisch stehen hierfür Albrecht Dürer, Lucas Cranach
d. Ä. und Pieter Brueghel d. J., von denen die Ausstellung den Bogen über Künstler des 18. und 19.Jahrhunderts, wie etwa Francois Boucher, Eug?ne Delacroix und Vincent van
Gogh spannt. Vor allem durch Marcel Duchamp im 20. Jahrhundert angestoßen, rückt dann der Diskurs um die Authentizität des Kunstwerks immer stärker in den Fokus und somit auch ein Kernpunkt des Selbstverständnisses von Museen. Beispielhaft für das 20. Jahrhundert und die Gegenwart stehen als Künstler, etwa Elaine Sturtevant, Richard Pettibone und Mike Bidlo, sowie Yinka Shonibare und Hiroshi Sugimoto. Neben der Darstellung traditioneller Reproduktionsverfahren, wie z.B. Druckgrafik und Kunstdruck, die auch zur Demokratisierung von Kunst in Form preiswerter Editionen führten wird auch ein Blick auf die speziellen Kopierverfahren des Netzes geworfen. Zudem gibt es die Möglichkeit in einem COPYSHOP selbst aktiv zu werden. Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung (HfG) entstand, lohnt - thematisch wie von der Präsentation her ? auf alle Fälle einen Besuch. (Bernhard Schmitt)

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Hans-Thoma-Str. 2, Karlsruhe
Noch bis zum 5. August 2012
Di. bis Fr. 10.00 ? 17.00 Uhr
Sa., So. und Feiertage 10.00 ? 18.00 Uhr
Eintritt: ? 8,00/6,00
Info unter T 0721_9 26-33 59   

Fotos: ONUK 


Nr. 114/2012

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