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Home arrow Interviews arrow Karlsruher OB-Wahl 2012: Interview mit J?rgen Wenzel
Karlsruher OB-Wahl 2012: Interview mit J?rgen Wenzel Drucken E-Mail
Karlsruher OB-Wahl 2012

Am 2. Dezember 2012 findet in Karlsruhe die Oberbürgermeisterwahl statt. raumK hat hierzu alle Kandidatinnen und Kandidaten zu ihren Vorstellungen und Zielen befragt. Als Auftakt sprachen wir mit Margret Mergen und Ingo Wellenreuther als möglichen CDU-Kandidaten (Märzausgabe 2012). Beim CDU- Nominierungsparteitag am 15. März 2012 stimmte man für Ingo Wellenreuther, der nun für die CDU ins Rennen geht. Weitere Kandidaten sind Friedemann Kalmbach, Dr. Frank Mentrup und Jürgen Wenzel. 

Interview mit Jürgen Wenzel

Kandidat für die Freien Wähler, ?Bürger für Karlsruhe?

Jürgen Wenzel, Stadtrat und Kandidat für die Freien Wähler, ?Bürger für Karlsruhe?, wurde 1962 in Karlsruhe geboren, ist verheiratet und hat 2 Töchter. Er absolvierte eine Ausbildung zum Kaufmann und bildete sich zum Kaufmännischen Leiter weiter. Heute ist er in leitender Funktion in der Ganske ? Verlagsgruppe tätig. Neben seinem politischen Engagement bei den ?Freien Wählern? ist er Mitbegründer verschiedener (regionalbezogener) Initiativen und kommt verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten nach und in seiner Funktion als Stadtrat, welche er seit 2009 inne hat, ist er Mitglied in mehreren Ausschüssen. 

raumK: Was ist Ihre persönliche Motivation als OB-Kandidat für Karlsruhe anzutreten?
 
J. Wenzel: Ich bin kein Polit-Profi. Ich bin ein politisch interessierter auf seinem Gebiet Fachkundiger Bürger unserer Stadt, meiner Heimatstadt. Ich darf behaupten, dass ich unsere ? meine Stadt sehr gut kenne und auf Grund meiner Reisetätigkeiten für einen der größten Deutschen Verlage ? der ?Ganske Verlagsgruppe?, für die ich seit über 23 Jahre in leitender Position tätig bin - auch durchaus Vergleiche mit anderen Städten in Europa ziehen kann. Karlsruhe ist eine schöne,  lebens- und liebenswerte Stadt mit viel Grün, ansprechender Architektur, herausragenden Hochschulen, vielfältiger Kultur und einer florierenden Wirtschaft die viel Positives aufweist ? aber ich erkenne Potential zu noch Besserem, diese Erkenntnis ist mein Antrieb!

raumK: Mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten treten Sie zur Wahl an?
 
J: Wenzel: Fest steht für mich jetzt schon, dass Karlsruhe eine soziale und lebenswerte Stadt bleibt und wo Nachbesserungen notwendig sind, diese auch in Angriff genommen werden. Die wirtschaftliche Attraktivität meiner Heimatstadt will ich sichern, denn nur so hat Karlsruhe das Potential zu einer modernen Stadt die ihre kulturelle Vielfalt  erhält und in der die Einflussnahme der Bürgerinnen und Bürger sich nicht nur auf Wahlen beschränkt.

Karlsruhe wächst erfreulicher Weise doch günstiger Wohnraum wird knapp. Ein wichtiger Standortfaktor ist für mich bezahlbares Wohnen. Zudem will ich dafür sorgen, dass wir als Stadt über genügend Kindertagesstätten und gut ausgestattete Schulen und Hochschulen verfügen, damit wir jungen Familien einen Anreiz geben sich für Karlsruhe als Wohnsitz zu entscheiden. Ohne dabei die Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen aus den Augen zu lassen.
Karlsruhe liegt im Grünen, daher ist es mir ein wichtiges Ziel die Grünflächen nicht nur zu erhalten sondern weiter auszubauen. Ich denke da konkret an den Umbau der Kriegsstraße mit einem Grüngürtel. 
Karlsruhe gehört noch zu den Städten, die sich als wohlhabend bezeichnen dürfen und dies haben wir der wirtschaftlichen Attraktivität unserer Stadt zu verdanken. Diese will ich erhalten, denn nur wenn die Stadt Einnahmen generiert, ist sie in der Lage wichtige kulturelle und soziale Projekte finanziell zu unterstützen. 
Ich will das wir uns von der Vergangenheit lösen, dazu gehört das Aus, der aus den 1920er Jahren stammenden Planung zur Nordtangente. Ich will dass ernsthaft über eine weiträumige Nordumfahrung von Karlsruhe zur Entlastung der Südtangente nachgedacht wird. Eine zweite Rheinquerung muss sich dem anschließen 
Ich will mich dafür einsetzen, dass den Bürgern unserer Stadt das ganze Ausmaß der Kombilösung und die Konsequenzen für alle Bereiche der Stadt offengelegt werden.
Ich bin der Ansicht, dass eine Stadt wie Karlsruhe eine moderne Sport- und Veranstaltungsarena braucht. Bei der Standortfrage will ich die Bürgerinnen und Bürger einbinden. Denn Bürgerbeteiligung ist mir ein wichtiges Anliegen und damit meine ich nicht Scheinveranstaltungen, wie das Bürgerbeteiligungsverfahren City 2015 ? Anschluss Zukunft oder der als gigantische Werbedauermaßnahme zugunsten der Kombilösung missbrauchte Bürgerentscheid. Bürgerbeteiligung heißt, den Bürgern gleichberechtigte Möglichkeiten in die Hand zu geben um für ihre Anliegen zu werben.

raumK: Die OB-Wahlen sind in Baden-Württemberg aufgrund des Kommunalwahlrechtes in hohem Maße Persönlichkeitswahlen. Wie würden Sie sich selbst in kurzen Worten charakterisieren?

J. Wenzel: Ich verstehe mich als parteiunabhängigen und keinen übergeordneten Parteiapparat verpflichteten und keiner Parteiideologie untergeordneten bodenständigen Familienmenschen, der mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattet ist und der auch als Oberbürgermeister den Draht zu seinen Bürgern nicht verlieren will.
Fairness ist mir wichtig, doch ich scheue auch nicht die Auseinandersetzung, ganz nach dem Motto ?Wer nicht in den Ring steigt, der kann auch nicht gewinnen? 

raumK: Wie sehen Ihre persönlichen Zukunftspläne aus?
 
J. Wenzel: Oberbürgermeister? Sollten die Karlsruherinnen und Karlsruher aber diesmal der Meinung sein, einen meiner Mitbewerber ins höchste Amt der Stadt zu wählen, werde ich so weitermachen wie bisher. An Arbeit mangelt es mir nicht. Vielleicht habe ich dann ja wieder Zeit mich mehr meiner Kunstprojekte, wie dem Experimentalcomic HAVOCER zu widmen und mich um einen Verlag zu bemühen, der ein von mir vor einigen Jahren illustriertes Bilderbuch mit dem Titel ?Tim und das Einschlaferli? verlegen will. (tm) 

Nr. 112/2012
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