Kulturpate e.V. raumK


Home
E-Paper
Presse
Aktionen/Themen
Rund um die Kunst
Rund um die Musik
Rund ums Theater
Rund um die Literatur
Rund um den Film
Ausstellungen
Kleinkunst
CD-Besprechung
Buchbesprechung
Filmbesprechungen
Internetrezensionen
Interviews
Portr?ts
Art Edition
Poesie
Gastro Tipps
Messen
Art & Business
Wellness & Gesundheit
Web Links
?ber uns
Mitarbeiter
Referenzen
Partner
Mediadaten
Jobs
Praktika
raumK-Treff
Abonnement
UNDING des Monats
Newsletter abonnieren!
Name

E-Mail Adresse
Abonnieren
Abbestellen

Home
Franziska Schemel, Malerin Drucken E-Mail

Way out - Neue Wege gehen

schemel.jpg

Die künstlerischen "Lebensdaten" der Franziska Schemel beginnen in Frankfurt und sind geprägt durch ein Elternhaus, das ihr wie selbstverständlich den Berufsweg der Malerin eröffnete. Während des Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart folgte sie nach der gegenständlichen Darstellung den Anstößen, sich zunehmend auf die Abstrahierung und somit auf das Wesentliche zu konzentrieren. Franziska Schemels heutiger künstlerischer Standpunkt offenbart sich in der Verbindung von Fotografie und Malerei; der momentane Eingang in eine Gestaltungsphase, die sich die Offenheit für weitere Ausgänge natürlicherweise vorbehält.

Mit Eingängen und Ausgängen könnten auch Franziska Schemels Bilder - die sie überwiegend Ohne Titel präsentiert - vom Betrachter wahrgenommen werden. Gebäude + Bögen + Tore + Menschen - einzeln oder als Kette = Bauten und Fotografie. Dargestellt: das Leben in urbanen Räumen; die alltäglichen Wege von Menschen in diesen Räumen, die herumwuseln - wie das Stadtleben so ist. "Ich beobachte sehr genau, was um mich herum passiert. Erkennbarkeit ist dabei weniger wichtig. Umgesetzt in Wegen, die reingehen und wieder heraus," äußert sich die Künstlerin dazu. Die Empfindungen des Malenden sollen sich in den Empfindungen des Betrachters wiederfinden - das ist wichtig, nicht das Ablesbare. Es geht um Atmosphäre, die von der Malerin erfasst wird und durch das Malen - die Gemälde weitergegeben wird. Das Bild soll in den Raum gehen und den Betrachter "erfassen".

Dargestellt werden die banalen Alltagssituationen: Eindrücke aufnehmen + von sich geben = erzählen + wiedergeben (immer beobachten und erzählen). Vom Eindruck zum Eindruck erfassen + fühlen. Alles Überflüssige "wegräumen", es auf den Punkt bringen, deshalb haben Schemels Arbeiten auch (fast) immer eine Symmetrie. Materialoberflächen, die einem begegnen, das heißt die Materialien erinnern an das Leben. Acrylfarben werden selbst geschaffen (eigene Farbgebungen); Eisen- oder Stahl-Mehl ähnelt dem Ursprungsprodukt (sieht nicht aus - sondern ist...). Der vielschichtige Aufbau wächst sich aus. Thema Raum - verschiedene Raumebenen: 1. Wand, 2. Hintergrund = Hauptbild, 3. Fenster im jeweiligen Objekt. Teilweise erhabene Objekte, die modelliert werden - u.a. seit zwei Jahren als Gastkünstlerin in der Majolika in ihren freien Bildobjekte in Keramik. Die Dokumentation ihrer Arbeiten zeigt nicht selten zwei-drei Stationen von Bildern, die der Betrachter schon im ersten Stadium als "fertig" ansehen würde. Die Stationen für die Künstlerin bedeuten Veränderung in der Farbgebung und alles zur Seite räumen, was überflüssig erscheint. Mit der Einbeziehung der Fotografien für die Malerei hat sie ihren Schemel’schen Weg in der Kunst gesucht und für den Moment gefunden.

Einblick in die konkrete Arbeitsweise: Franziska Schemel streift durch die Stadt, zum Beispiel Berlin, und saugt ihre Eindrücke auf wie ein Schwamm. Der Gesamteindruck dieser Stadt trifft sie und wird doch in selektiven Ausschnitten, die willkürlich gewählt zu sein scheinen, wiedergegeben. Sie sind nicht wahllos, sondern die Essenz dessen, was am Nachhaltigsten in ihrer Wahrnehmung haften geblieben ist. Es ist das Atmosphärische, das am stärksten auf sie und aus der Ausstrahlung ihrer Bilder wirkt. Eingebaute Fotografien scheinen auf den ersten Blick nicht immer zum Bild, das sie umgeben "zu passen" - aber nichts ist willkürlich. War da erst die Fotografie, der eine passende bildliche Umgebung gegeben wurde, oder wird zu einer zuerst vorhanden bildlichen Umgebung ein Foto erstellt?





Autor: Ulrike-Ebba Gräfin von Sparr
Foto: ONUK

< zurück   weiter >

einfach.alles.finden

Kunstraum Neureut

RAUMK - KULTURZEITUNG FÜR KARLSRUHE und REGION
Monatlich & Kostenfrei