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Horst Antes, Maler, Graphiker und Plastiker Drucken E-Mail

Den Kopf auf die Füße gestellt 
Arbeiten des Künstlers Horst Antes im BBK Künstlerhaus Karlsruhe 

Im Oktober feiert der Maler, Graphiker und Plastiker Horst Antes seinen 70. Geburtstag. Ein wunderbarer Anlass sich dem Werk dieses vielfältigen Künstlers, der in seiner Künstlerlaufbahn durch zahlreiche Preise geehrt wurde, erneut zu widmen.  Der Herbst bietet hierzu gleich mehrfach Gelegenheit.
In seinem überaus produktiven Künstlerleben hat Horst Antes ein facettenreiches Werk geschaffen. Aber es ist wohl eine Figur, die eine besondere Stellung im Schaffen Antes` einnimmt, ja, die wirklich zur Antes - Figur wurde - der Kopffüßler.
Ab Mitte der 60er Jahre widmet sich Horst Antes dem Kopf als Thema - er wird zum  bestimmenden Element seiner Bilder. Überdimensioniert, oft die ganze Bildfläche einnehmend, reduziert der Künstler diesen wohl wichtigsten Teil des Menschen auf Augen, Nase und Mund und nicht zu vergessen ein ausgeprägte Kinn. Die Ohren scheinen für Horst Antes nicht wichtig. Dieser kahle Schädel, den Antes nahezu ausschließlich im Profil zeigt, wird auf mächtige Beine und überdimensionierte Füße gestellt. Der Maler Horst Antes hatte sein Objekt gefunden. Es sollte auch den Plastiker und Graphiker in der Folgezeit begleiten.
 

Der Hang zur figürlichen Darstellung lässt sich beim Maler Horst Antes freilich schon früher erkennen. Antes, der von 1957 bis 1959 an der Kunstakademie Karlsruhe bei HAP Grieshaber studierte, ließ schon in den Gemälden "Grasfresser" oder "Augenmensch" aus den Jahren 1959 / 60 abstrahierte Figuren erkennen. Aus heutiger Sicht scheint dies nicht besonders bemerkenswert. Der Streit um die gegenständliche und abstrakte Kunst ist beigelegt; alle Facetten der Ausdrucksmöglichkeiten in der Malerei sind zulässig und gern gesehen. Als Horst Antes hingegen Ende der fünfziger Jahre mit seinen Figuren und Räumen begann, schien er für sich nicht nur eine eigene Sprache in der Malerei gefunden zu haben, sondern auch einen figurativen Ausweg aus der, im Westen dominierenden, informellen Abstraktion.  


Neben den Figuren ist der Raum für das Werk des Künstlers prägend. Seine Gestalten befinden sich häufig in Räumen, scheinen nahezu in diesen gefangen zu sein. Die Decke droht sie zu erdrücken, die Wände engen sie immer mehr ein. Einen Ausweg aus dieser Begrenztheit scheinen die Antes` Häuser zu weisen. Kleine Würfel mit Spitzdach, wie man sie von den Architekturmodellen kennt - jedes zu jeder Zeit verschiebbar. Sie haben keine Tür und keine Fenster. Nur das blaue Dach hebt die Uniformität auf - macht diese Häuser zu etwas besonderem. Das blaue Dach wird zum Sinnbild des Himmels, der unendlichen Weite und damit der Freiheit des Geistes: Eine Freiheit, die Horst Antes mit seinem Werk dem Betrachter eindrucksvoll vor Augen führt.




Die Ausstellung ist vom 4. bis zum 29. Oktober im BBK Künstlerhaus, Am Künstlerhaus 47, in Karlsruhe zu sehen.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag von 16.00 - 18.30 Uhr
Samstag und Sonntag von 11.00 - 14.00 Uhr


Ferner bietet die Städtische Galerie in ihrer ständigen Sammlung einen umfänglichen Einblick in das Schaffen Horst Antes`. 


 Autor: Roswitha Zytowski

Foto1: ONUK, Städtische Galerie; "Riesenkopffüßler"
Foto2: BBK; Portrait Horst Antes
Foto3: BBK; "HORST ANTES Fünf Häuser"
Foto4: BBK; Bildausschnitt aus "The Year of the Hopi"
Foto5: BBK; "The Year of the Hopi"
Foto6: BBK; Textmotiv/Logo zur Ausstellung nach dem Plakat

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