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CLAPEKO van der Heide, Bildender Künstler Drucken E-Mail

Rot: die reine Energie - der Künstler CLAPEKO van der Heide

Ein breiter Längsstreifen, leuchtend rot, zieht die Blicke im Hof der Majolika auf sich, lässt die Köpfe der Besucher in den Nacken sinken, um die ganze Größe und Wirkung zu erfassen. 240 von Hand bemalte Keramikplatten hat der Künstler CLAPEKO van der Heide in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Majolika Manufaktur Karlsruhe gefertigt und das Kunstwerk "Große Mandorla" geschaffen. Die titelgebende Mandel, jene elliptische Form in gelb und blau, befindet sich im oberen Drittel des roten Bandes. Einem Auge gleich, scheint sie über dem roten Streifen zu schweben.


Schon in früheren Werken CLAPEKOS findet sich diese mandelähnliche Form, die  als frühchristliches Symbol für die Lichtaura einer göttlichen Erscheinung auf den Künstler eine besondere Faszination ausübt.
CLAPEKO van der Heide hat sich für die Arbeit "Große Mandorla" vom Ausgangsstoff Keramik leiten lassen. Die Elemente seines künstlerischen Repertoires passte er an das Material an und entwickelte sie weiter. So ließen sich die einzelnen Linien, welche die Bildräume ordnen und bei CLAPEKO zumeist vertikal ausgerichtet sind, in der Keramik nicht realisieren. Das Zerfließen der Farbe durch das Brennen erforderte eine andere künstlerische Umsetzung.  
Wer den roten Balken näher betrachtet, wird entdecken, dass, obwohl mit den Mitteln der Malerei nicht zu erreichen, dennoch gerade Linien vorhanden sind. Diese ergeben sich allein durch die Anordnung der Fliesen. Die Zwischenräume, die durch die einzelnen Platten entstehen, erscheinen wie gezogene vertikale Linien.  


Für den Künstler CLAPEKO van der Heide ist die "Große Mandorla" nicht sein erstes Kunstwerk, dass er für den öffentlichen Raum geschaffen hat. Er gehört zu den Künstlern, die keinen Unterschied sehen, zwischen der sogenannten Kunst am Bau und der Kunst, die im Atelier entsteht. Für CLAPEKO hat dies alles, die gleiche Wichtigkeit und sind Zeugnisse seines Schaffens. "Entscheidend ist, was der Kopf und das Handwerk zulässt."

Der Blick auf das vielseitige Werk bestätigt diese Aussage des Künstlers eindrücklich: Der Kopf und das Handwerk CLAPEKOS van der Heide scheinen keine Grenzen zu kennen.
Seine Malerei besticht durch ein klares Bekenntnis zur reinen Farbe. War es zunächst die Farbe Blau, mit der er sich intensiv auseinander setzte, ist nun Rot die bildbestimmende Farbe.
Mit der Farbe werden Flächen gebildet und optische Räume erzeugt. Doch die so erzeugten Räume scheinen CLAPEKO van der Heide vielfach nicht auszureichen. Dann überschreiten die Flächen ihre durch den Rahmen gesetzten Grenzen, so, als könne dieser die Dynamik und Energie nicht mehr festhalten.  Das Bild erobert sich seinen Raum, weitet ihn aus. Es überwindet die Grenze der Malerei und wird zum Objekt. 

Roswitha Zytowski

Die "Große Mandorla" von CLAPEKO van der Heide lädt einmal mehr zu einem herbstlichen Spaziergang zur Majolika Manufaktur, Ahaweg 6-8, in Karlsruhe ein. 

Foto1: Hemlut Pfeifer; Tatz 2002
Foto 2-5: Staatliche Majolika Manufaktur Karlsruhe
Foto2: Die "Große Mandorla" fertigte Clapeko van der Heide im Auftrag der Stadtwerke und der ENBW in der Majolika
Foto3: Clapeko van der Heide bei der Arbeit
Foto4: Die "Große Mandorla" bei der Anbringung an der Innenhof-Fassade der Majolika
Foto5: Clapeko van der Heide und der Geschäftsführer der Staatlichen Majolika Manufaktur Anton Goll (r.) bei der Installation der "Großen Mandorla"
Foto6: Fotodesign Schleicher; B-620

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